Interoperabilität

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Unter diesem Begriff wird allgemein eine „messengerübergreifende Kommunikation“ verstanden.

Analogie:
Das System „E-Mail“ ist beispielsweise interoperabel, da jeder Nutzer einen anderen Anbieter und ein anderes E-Mail-Programm wählen kann und trotzdem alle untereinander (anbieterübergreifend) kommunizieren können.

Leider wird bei Chat oft darunter verstanden, daß unterschiedliche Messengersysteme der großen Konzerne miteinander funktionieren sollen/müssen - das scheint illusorisch.

Durch die Festlegung auf ein öffentlich standardisiertes Messengerprotokoll wäre mittelfristig jedoch eine Lösung möglich. Auf diesem aufbauend können dann Spezialanforderungen für einzelne Bereiche (Sicherheitsstufen, Spezialverschlüsselung, abgeschottete Bereiche, Sonderfunktionen) bedarfsgerecht implementiert werden, ohne daß die grundsätzliche, föderale Funktion und der freie Informationsfluß dadurch gestört wird.

Ein und dasselbe System wäre dann sowohl für die interne wie auch für die Kommunikation mit anderen Bereichen und auch der Öffentlichkeit geeignet.

Die einfachste, schnellste und kostengünstigste Art, am Markt eine Interoperabilität bei Messengern zu erreichen ist es, selbst Produkte einzusetzen, die internationale Standards einhalten (X[M]PP) und z.B. bei Ausschreibungen das ebenfalls zu berücksichtigen und zu fordern.

Noch wird bei Messengern zu viel auf Lobbyisten und vermeintliche Spezialisten der Softwarehersteller gehört - digitale Souveränität, Nachhaltigkeit und Freiheit sollten jedoch auch beim Chatten Einzug halten.

Künftig sollte es irgendwann nicht mehr heißen “Ich schicke dir das per WhatsApp/Threema/Signal/…” sondern wie bei E-Mail ganz normal “Ich schicke dir das per Chat”.