Interoperabilität

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Bei Chat wird unter diesem Begriff allgemein eine „messengerübergreifende Kommunikation“ verstanden. Besser ist jedoch diese Definition:

Interoperabilität ist die Fähigkeit, sich unabhängig von Anbietern über standardisierte Schnittstellen und Protokolle austauschen zu können.

Analogie:
Das System „E-Mail“ ist beispielsweise interoperabel, da jeder Nutzer einen anderen Anbieter und ein anderes E-Mail-Programm wählen kann und trotzdem alle untereinander und anbieterübergreifend kommunizieren können.

Auf europäischer Ebene gibt es mit dem Digital Markets Act Bestrebungen, vor allem die großen und bisher geschlossenen Anbieter von Messengersystemen zu einer gewissen Offenheit (nicht Interoperabilität) zu zwingen. Das führt bei den verschiedenen Anbietern (Meta, Signal, …) zu Unmut.


Wahre Interoperabilität

In einem offenen Brief (extern) vom 27.03.2025 fordert die Stiftung „XSF“ den Konzern Meta zum Handeln auf. Aus nachvollziehbaren und logischen Gründen soll der Chatstandard XMPP für die Interoperabilität von Messengerdiensten verwendet werden.

Diese Forderung wird voll unterstützt, denn das ist die für alle Beteiligten in der Politik und den Messengerdiensten die am einfachsten und schnellsten umsetzbare Lösung, da simpel, kostengünstig und bürokratiearm. Auch auf europäischer Ebene sollten weniger Vorschriften (für andere) erlassen werden und statt dessen selbst schon vorhandene internationale Standards aktiv genutzt werden.

Die Devise lautet: Entbürokratisierung durch aktive Nutzung von Standards!

Dazu nochmals der explizite Verweis auf die Vorbildfunktion der Politik in den Gedanken zu Interoperabilität.