Bildungsträger

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Freie Messenger an Schulen / Bildungseinrichtungen

Um im Bereich des Datenschutzes nicht bevormundet zu werden, ist eine grundlegende Kommunikationskompetenz erforderlich. Es ist wichtig, die Bedeutung von freier Software - und hier insbesondere von freien Messengern - frühzeitig schon an Bildungseinrichtungen zu vermitteln. Unabhängige und selbstbestimmte Entscheidungen sind nur dann möglich, wenn man einen Überblick über die verschiedenen Systeme und Hintergründe hat.

Exkurs: WhatsApp an Schulen ist verboten
Exkurs: Lehrkräfte sind Berufsgeheimnisträger

Wenn man in das Thema „Alternativen zu WhatsApp / Freie Messenger“ einsteigen möchte, ist es wichtig, den Verantwortlichen an einem Praxisbeispiel zu vermitteln, welche Möglichkeiten es tatsächlich gibt und dass viele Inhalte mit wenig Aufwand im Unterricht vermittelt werden können. Die Messengerkompetenz muß also gezielt gefördert werden, denn die Erkenntnis „Ach sowas geht? Ich dachte das geht nur mit WhatsApp?“ ist extrem wichtig. Eine Vorführung/Demonstration der Funktionalitäten sowie das Aufzeigen eines möglichen Einführungsszenarios ist deshalb sinnvoll. Das kann anhand der beispielhaften Checkliste für die Einführung gemacht werden.

Das ist auch wichtig, wenn das Thema nicht nur in einer Klasse sondern an einer gesamten Schule vermittelt werden soll. Für einen Erfolg ist es dann Voraussetzung, dass die Schulleitung tatsächlich positiv dazu steht. Also muß auch hier erst Wissen vermittelt werden, damit die notwendige Messengerkompetenz vorhanden ist. Wie intensiv sich die jeweilige Schule/Lehrkraft dann mit dem Thema auseinandersetzen will, sollte selbstbestimmt sein. Oft entwickelt sich das auch aus einer Eigendynamik heraus.

Die Einführung von freien Messengern an Schulen kann in verschiedene Themenbereiche unterteilt werden, die aufeinander aufbauen. Bei allen sollte eine entsprechende Planungs- und Einführungsphase stattfinden. Der Zeitaufwand für das Thema kann und muß in allen Phasen klein gehalten werden.

Exkurs: Es gibt aber auch unfreie Messenger an Schulen / Bildungseinrichtungen.

Öffentliche Chatgruppe

Oft wird großer sozialer Druck ausgeübt, trotz offiziellem Verbot einen bestimmten Messenger zu nutzen. Auch wird Bequemlichkeit über alles andere gestellt und sachliche Argumente zählen nicht. Um einen gegenseitigen Erfahrungsaustauch zum Thema “Freie Messenger an Schulen” zu unterstützen, gibt es deshalb eine öffentliche Chatgruppe (Jabber/XMPP): schulen@conference.jabber.de (Direktverknüpfung zum sofortigen Einstieg: xmpp:schulen@conference.jabber.de?join)
Hier können sich Lehrkräfte, Schüler und Eltern über Probleme zu geschlossenen (unfreien) Messengern und/oder über Erfolge zu freien Messengern austauschen.

Referenzschule/-einrichtung

Für Bildungseinrichtungen sollen weitere Unterrichtsmaterialien, Checklisten und Anleitungen erstellt und zum Herunterladen bereitgestellt werden.

Mit ersten Schulen besteht bereits Kontakt - weitere “Referenzschulen”, die sich aktiv einbringen und beteiligen möchten, sind willkommen.

Interessierte Einrichtungen (alle Schularten) im deutschsprachigen Raum können sich gerne melden >> Kontakt <<. Auch wenn bereits freie Messenger aktiv eingesetzt werden, würde mich eine kurze Information freuen.

Externe Unterlagen

Faltblatt zum Thema „Schulischer Datenschutz“:

Bildschirmkopie

Das Faltblatt kann in der aktuellen Version als Druckdatei direkt heruntergeladen und frei weitergegeben werden: Schulischer Datenschutz (extern) (PDF-Datei)

Quelle: Landesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Rheinland-Pfalz

Weitere Verknüpfungen auf Seiten zum Thema:
https://zefanjas.de/5-grossartige-open-source-programme-die-wir-in-unserer-schule-einsetzen/ (extern) https://matthias-andrasch.de/2018/liebe-hochschulen-und-schulen-ermoeglicht-bitte-endlich-die-digitale-vielfalt-entwurf/ (extern)